Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Dambeck-Beidendorf
© Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Dambeck-Beidendorf
Willkommen.
Gemeindefest.
Gottesdienste.
Bläserkreis.
Für Kinder.
Für Erwachsene.
Gemeindebrief.
Orgel.
Partnergemeinden.
Kirchen.
Kirchenkreis.
Landeskirche.
Kontakt.
Impressum.
Disclaimer.
Monatsspruch November
Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt,
und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir! 
Jesaja 60.1

Historisches Beidendorf

 

Die urkundliche Erwähnung des Dorfes Beidendorf - es liegt 9 km südwestlich von Wismar - finden wir in dem umfangreichen Register der von den Bischöfen zu Ratzeburg verliehenen Zehnten aus den Jahren 1230 bis 1234. Mit der Nennung des Ortes wird auch ein Mann Beye erwähnt, dessen Name zweifelsohne mit der deutschen Bezeichnung des Ortes in engem Zusammenhang steht.

 

Das Kirchspiel gehörte zu dieser Zeit zum  Archidiakonat Rehna der Ratzeburger Diözese. Mit der Umwandlung aller Naturallieferungen in Geldleistungen wurde in der Taxe der Ratzeburger Kirchen und geistlichen Lehen einhundert Jahre nach der Ersterwähnung Beidendorf mit 30 Mark Silber veranschlagt.

 

Um diese Zeit gehörte Ritter Johannes Storm mit zu denen, die im Dorf begütert waren. Im 15. Jhdt. treffen wir dann als Grundherren die Familie von Lohe an, die auch im benachbarten Scharfstorf Besitzansprüche aufzuweisen hat.

 

Die einflußreichste Familie in Beidendorf - dem mittelalterlichen Sammelpunkt der Stände des alten Landes Mecklenburg - ist die des Hinrik von Stralendorf. Er bezog besonders in den Dreißigerjahren jenes Jahrhunderts erhebliche Einkünfte aus dem Dorf, die er für entsprechende Kapitalzahlungen an den Ratsherren Hinrik Weseborn in Wismar abtrat.

 

1524 veränderten sich erneut die Besitzverhältnisse: herzog Albrecht von Mecklenburg überließ u.a. das Dorf seinem Rat und Ritter Matthias von Oertzen als Gnadenlehen. Im Besitz dieser Familie verblieb das Dorf bis zum Jahre 1609.

 

Als ihre Nachfolger (bis 1772) erscheinen in den Urkunden die Brüder Hartwig und Joachim von Bülow auf Plüschow, die auch den ehemaligen Lehnbesitz der Familie von Lohe in Beidendorf und Scharfstorf antraten.

 

In den folgenden Jahren wechselten häufig die Besitzer des Dorfes. Es zeichnete sich ab, daß der Einfluß der alt eingesessenen Adelsgeschlechter zurück ging und Bürgerliche zunehmend als Gutsbesitzer in Erscheinung traten, so z.B. die Familie Rodde aus Lübeck.

 

Aus dem baulich stark veränderten Gutshaus wurde in der ehemaligen DDR ein Alterspflegeheim des Gesundheitswesens im Kreis Wismar. Dieses wurde im Jahr 207 aufgelöst.

 

Die Kirche ist ein norddeutscher, gotischer Backsteinbau, der teilweise auf einem Granitsockel ruht. Der Chor ist fast quadratisch und um eine Stufe gegenüber dem Kirchenschiff erhöht. Sein Dachstuhl ist im Vergleich zum zum Langschiff niedrig gehalten. Das Mauerwerk ist unter Verwendung zahlreicher behauener Granitsteine errichtet worden. Chor und Schiff sowie die an der Nordostecke des Baus angesetzte Sakristei sind mit je zwei Kreuzgewölben versehen. Die weit ragenden Gewölbe des Langhauses werden durch die aussen angebrachten Stützpfeiler abgefangen. Der älteste Teil des Bauwerkes - der Chor - ist in die zweite Hälfte des 13. Jhdt. einzuordnen. Die Errichtung des Schiffes erfolgte viel später. Der Turm kann als jüngster Bauabschnitt angesprochen werden. Seine massive Gestalt mit den vier Schildgiebeln endet in Form einer achteckigen Pyramide als Turmhelm. Die Innenausstattung der Kirche ist schlicht.

Der Umbau des Eingangsbereiches als Winterkirche muss als sehr gelungen bezeichnet werden. Durch die Öffnung der Glastüren ist eine Erweiterung des Kirchenraumes gut möglich.

(Quelle: wh)